Akku leer

Der Akku ist leer. Einfach leer. Zweieinhalb Wochen muss ich noch überstehen, dann habe ich Urlaub. Endlich richtig Urlaub. Vier Wochen! Asien ich komme. Ich würde so gerne über Urlaubsvorfreude, Vorbereitung und Reisefieber berichten, aber dafür fehlt mir im Moment die Muße, der Wille, einfach alles. Elanlos sitze ich hier, freue mich über einen freien Tag und streiche die Tage im Kalender aus. Mehr gibt es von mir zur Zeit nicht.

Geschrieben von Mondscheinblume am 20. September 2012 | Abgelegt unter Kaleidoskop | 2 Kommentare

Unsere Biokiste KW 29

Heute nach Längerem mal wieder eine Biokiste von uns. Leider vergesse ich häufig genug, ein Foto davon zu machen. Und ohne Foto macht das Biokistenbloggen nur halb so viel Spaß.

Diese Woche haben wir also: Ananas, Birnen, Äpfel, Nektarinen, Dicke Bohnen, Radieschen, Schlangengurke, Mairübchen, Brokkoli, Spitzkohl, 6 Eier

Der Spitzkohl wird klassisch mit Gorgonzola zu Nudeln gemacht. Für die Mairübchen habe ich mir ein Risottorezept rausgesucht. Radieschen und Gurke werden zu zweierlei Dips für Ofenkartoffeln verarbeitet. Und aus den Bohnen werde ich einen Salat machen. Die Ananas werde ich hoffentlich mit anderem exotischen Obst aufspießen und mit Gewürzhonig beträufeln. Da sah auf dem Rezeptfoto einfach unschlagbar gut aus. Mal sehen. Das restliche Obst werde ich einfach so verputzen. Vor dem Biokistenfototermin gestern wäre mir die erste Nektarine schon fast zum Opfer gefallen.

Geschrieben von Mondscheinblume am 20. Juli 2012 | Abgelegt unter Kaleidoskop | Ein Kommentar

Mein 52. Freitagsfüller am 20.07.2012


1. Wann wird das Abschalten von der Arbeit endlich einsetzen?
2. An vergangenen Sonntag werde ich mich noch lange erinnern.
3. Ich könnte mal wieder Couscoussalat machen.
4. Schlafen kann ich immer, egal wie müde ich bin.
5. Zum ersten Mal werde ich mich jetzt an einem zweifarbigen Tuch versuchen.
6. Mein Rezept für Tagliatelle mit Kürbis ist besonders lecker.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen DVD-Abend mit dem Liebsten, morgen habe ich einen freien Samstag geplant und Sonntag möchte ich mit den Mädels brunchen gehen!

Geschrieben von Mondscheinblume am 20. Juli 2012 | Abgelegt unter Bloggerwelt | Kommentare deaktiviert

Herz in Hose

Ich fürchte daran werden wir uns gewöhnen müssen. Gestern abend ging es unserem Kaninchenmann Samson von jetzt auf gleich schlecht. Nahezu die gleichen Symptome wie schon vor drei Wochen und das während der immernoch andauernden Therapie, ließen uns das Schlimmste befürchten. Ein Telefonat mit der Tierärztin brachte nur bedingt Entwarnung. Solche kleinen Rückfälle können nun immer wieder passieren. Aber häufig erholen sich die Tiere auch wieder. Wir könnten aber am Samstag Vormittag in die Praxis kommen, wenn es ihm immernoch schlecht geht. Sonst könne man nur abwarten.
Auf einen neuerlichen Tierarztbesuch schien der kleine Kerl wohl keine Lust zu haben. Als hätte er gehört, was wir besprochen haben, erwachte er kurz darauf aus seiner Lethargie, streckt sich einmal ausgiebig, fing an zu fressen, um danach einmal durch das Zimmer zu flitzen. Heute morgen geht es ihm immernoch gut, wir haben sogar das Gefühl, dass er munterer ist als in den letzten Tagen.
Kleine epileptische Anfälle nannte unsere Tierärztin das heute morgen als wir nochmal miteinander telefoniert haben. Die können immer wieder auftreten. Irgendwann wird er sich davon nicht mehr erholen, aber im Moment macht er den Eindruck, als wäre er kerngesund.
Für unseren Kurzurlaub in der alten Heimat, den wir uns gestern abend schon abgeschmickt haben, bekamen wir indes grünes Licht. Da es ihm gut geht, könnten wir ruhig fahren und die Kaninchen mitnehmen. Mit einer Vorratspackung Medikamenten machen wir uns also gleich auf den Weg. Die Medikamente wird er wohl dauerhaft bekommen müssen. Wieder etwas woran man sich gewöhnen muss. Diese Krankheit ist echt…!

Geschrieben von Mondscheinblume am 14. Juli 2012 | Abgelegt unter Kaleidoskop | Kommentare deaktiviert

Urlaubsreif

Wenn man vier Wochen am Stück Urlaub machen möchte, bleibt für den Rest des Jahres nicht mehr so irre viel Urlaub übrig. Strategisch günstig hatte ich mir den gelegt. Eine Woche im März, eine Woche im Juli, passend zur Fahrt in die alte Heimat, passend um nochmal Kraft zu schöpfen für ein anstrengendes Schulbuchgeschäft. Und wie bitter nötig ich diese Woche habe, merke ich jetzt Tag für Tag stärker. Außer im Mai, wo ich fünf Tage am Stück frei hatte, mich aber nur um unsere frisch operierte Kaninchendame gekümmert habe, habe ich jetzt seit März gearbeitet, ohne wirkliche Verschnaufpause, mit zuletzt sieben Samstagen arbeiten (dafür habe ich morgen frei, auch sehr schön). Ich beschwere mich nicht, ich liebe meinen Job nach wie vor, aber jetzt merke ich so langsam, dass der Akku leer ist, dass ich aus dem Laden raus muss, einmal den Resetknopf drücken, neu booten um mit Elan wieder an die Sache zu gehen. Mancher unkollegiale Kollege, knittelige Kunden und zuletzt große Umbaumaßnahmen, das alles zehrt über die Zeit an den Kräften.
Weil ein Großteil der Zeit schon verplant ist, bleiben mir letzten Endes nur zwei Tage ganz für mich allein. Aber diese Tage nehme ich mir, halte ich mir frei und will nichts hören, nichts sehen. Einfach nur gepflegt nichts tun, oder nur das tun, wonach mir der Sinn steht. Richtig ausschlafen, entspannen, chillen, auch den Haushalt erstmal Haushalt sein lassen.
Urlaub! Wie bitter habe ich den nötig.

Geschrieben von Mondscheinblume am 13. Juli 2012 | Abgelegt unter Kaleidoskop | Kommentare deaktiviert

Mein 51. Freitagsfüller am 13.07.2012


1. Thema Nr. 1 ist mein Urlaub in der nächsten Woche.
2. So ein verregneter Sommer ist nicht unbedenklich.
3. Gestern hätte ich fast im Laden ein Nickerchen gemacht, so müde war ich.
4. Endlich Urlaub, nächste Woche.
5. Es würde helfen, wenn es endlich mal aufhören würde zu regnen.
6. Ich bestelle generell nicht bei Amazon.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf den Feierabend und gemütliches Zusammensitzen mit dem Liebsten, morgen habe ich eine Fahrt in die alte Heimat und Feiern geplant und Sonntag möchte ich weiter feiern ;-) !

Geschrieben von Mondscheinblume am 13. Juli 2012 | Abgelegt unter Bloggerwelt | Kommentare deaktiviert

Mein 50. Freitagsfüller am 06.07.2012

1. So ein Sommerregen ist zwischendurch mal ganz schön, wenn nicht der ganze Sommer daraus besteht.
2. Der Liebste hat am Bein ganz viele Mückenstiche.
3. Manchmal mag ich es, mich eines Besseren belehren zu lassen.
4. Gestern sind wir zu spät ins Bett gegangen. Dafür bin ich heute entsprechend müde.
5. Ein schönes Plätzchen für die Mittagspause ist ein Stuhl auf dem ich sitzen kann. Mehr braucht es nicht.
6. Noch mehr als eine Torkamera im Fußball halte ich für übertrieben.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den frühen Feierabend mit dem Liebsten, morgen habe ich einen schönen Abend mit Kino und Essen mit dem Liebsten geplant und Sonntag möchte ich aus meinem neuen Kochbuch etwas kochen!

Geschrieben von Mondscheinblume am 6. Juli 2012 | Abgelegt unter Bloggerwelt | Kommentare deaktiviert

#39 Banana Yoshimoto, Ihre Nacht

Laaange habe ich nichts mehr zu Büchern geschrieben, die ich gelesen habe. Was wahrscheinlich nicht zuletzt daran liegt, dass das meiste Einheitsbrei war. Ein paar Erleuchtungen waren dabei, das war auch nicht alles schlecht, aber so ein Buch, was einen echt mal überrascht, vom Hocker haut und bei dem man sich auch zwei Tage später noch fragt, wie das alles zusammen passt, das hatte ich schon echt lange nicht mehr.
Bis jetzt. Der Liebste hat mir zum Geburstag Bücher geschenkt. Mit dabei war das neue Buch der japanischen Autorin Banana Yoshimoto. Ich habe von ihr noch nie was gelesen und war entsprechend neugierig. Vor allem, weil ich wissen wollte, was der Liebste mir da so ausgesucht hat.

Aber von vorn. Yoshimoto erzählt die Geschichte von Yumiko und ihrem Cousin Shôichi. Ihre Mütter waren Zwillinge, aber ihr Leben ist in ganz unterschiedlichen Bahnen verlaufen. Shôichi, der mit beiden Beinen im Leben steht erfüllt das Versprechen an seine verstorbene Mutter und sucht Yumiko auf, um ihr zu helfen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Yumiko ist von ihrer, nicht immer leichten Kindheit mit einer verrückten, ehrgeizigen Mutter, die ihr nie wirklich eine Mutter sein konnte, geprägt. Sie führt ein unstetes Leben und leidet an Angstattacken. Gemeinsam begeben sie die beiden auf eine Reise zu den Orten ihrer Vergangenheit, an die Yumiko sich nur verschwommen erinnern kann um das große Geheimnis ihrer Kindheit zu lüften.

Ich bin an den Roman vollkommen neutral herangegangen und wusste nicht was mich erwartet. Und ich muss sagen, dass die Autorin es einem nicht leicht macht. Sie hat ihrern ganz eigenen Schreibstil, in den man sich erstmal hineinfinden muss. Die Dialoge empfand ich als sehr hölzern und gestelzt. Nicht selten dachte ich mir, dass so doch niemand redet. Mittlerweile denke ich mir, ohne andere Bücher von ihr gelesen zu haben, dass dies vielleicht auch Absicht war. Ich begeleite Yumiko und Shôichi also auf ihrer Reise, ins alte Elternhaus, zu den Gräbern der Eltern, in die Klinik, in der die Mutter untergebracht war, und mit dessen Leiter sie eine Affäre hatte, zu Menschen, die Yumikos Mutter gekannt haben. Immer wieder hat Yumiko das Gefühl, sich nicht richtig an Begebenheiten erinnern zu können, ihre Vergangenheit nicht richtig fassen zu können. In Gesprächen mit ihrem Cousin wagt sie sich zu erinnern, und sind diese Dialoge auch noch so hölzern, liegt darin so viel Wahrheit, so viel Erkenntnis. Der Roman plätschert die meiste Zeit vor sich hin, lässt sich mitunter nicht einfach runter lesen, sondern fordert einen heraus, kommt aber ohne größere Höhen und Tiefen daher. War ich zwischendurch nur mäßig begeistert, überzeugt mich der Roman zum Schluss vollkommen. Eine Geschichte, die man erst am Ende richtig versteht, die nicht vorhersagbar ist, auf die man sich einlassen muss. Einfach überraschend und erfrischend und mal so ganz anders, als der Einheitsbrei den ich zuletzt häufig gelesen habe. Je mehr ich drüber nachdenke, desto besser finde ich die Geschichte und die Art, wie Yoshimoto einen aufs Glatteis führt.

Es war mein erster Roman von Banana Yoshimoto, aber sicherlich nicht der letzte. Jetzt bin ich auf den Geschmack gekommen und will mehr.

Geschrieben von Mondscheinblume am 4. Juli 2012 | Abgelegt unter Gelesen | Kommentare deaktiviert

Mein 49. Freitagsfüller am 29.06.2012


1. Manchmal suche ich meine Brille, obwohl ich sie auf der Nase habe.
2. Ich habe kein Lieblingseis.
3. Ich höre gerne Hörbuch beim stricken.
4. Positiv ist, dass wenigstens Spanien im EM-Finale ist; negativ ist dass sie gegen eine Mannschaft spielen müssen, die nur zwei Spiele bei dieser EM gewonnen haben.
5. Beim Italiener werde ich so schnell nicht mehr bestellen ;-)
6. So wie gestern kann es gerne erstmal bleiben, denn gestern war mal Sommer.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Feierabend, morgen habe ich arbeiten geplant und Sonntag möchte ich ausspannen, stricken, lesen und abends das EM-Finale gucken!

Geschrieben von Mondscheinblume am 29. Juni 2012 | Abgelegt unter Bloggerwelt,Kaleidoskop | Kommentare deaktiviert

Neue Deko


Vorübergehend (ich hoffe, es ist nur vorübergehend) haben wir eine neue Wanddeko in unserer Wohnung. Unser Kaninchenmann ist krank. Waren am Montag unsere größte Sorgen noch, seine Koordinationsschwierigkeiten und Ausfallerscheinungen in den Griff zu kriegen, kann ich im Moment an nichts anderes als an Nierenwerte, und wie diese zu normalisieren sind, denken.

Schon vor sechs Jahren wurde Samson positiv auf eine parasitäre Erkrankung getestet, die das Nervensystem und die inneren Organe angreift. Damals haben wir das sofort erkannt und umgehend sehr erfolgreich behandelt. Er hat nichts zurückbehalten, keinen Schiefkopf, keine Beeinträchtigungen. Es war immer klar, dass er einen Rückfall erleiden kann, denn der Parasit ist einfach nicht totzukriegen. Und Sonntag war es dann soweit, auch wenn wir uns erstmal keinen Reim darauf machen konnten. Er lief nicht geradeaus, konnte das Gleichgewicht nicht halten, die Beine nicht richtig unter den Körper ziehen. Ein erster Besuch in der Tierklinik brachte keine Klarheit. Die Ärztin war zu sehr damit beschäftigt, zu bedauern, dass Samson kein Hund ist, denn diese geben ja Laut, wenn ihnen was wehtut. Ja, ne, is klar!

Also waren wir Montag morgen, nach bestimmt drei Stunden Schlaf, die ersten, die bei unserer Tierärztin auf der Matte standen. Eine Untersuchung, ein Röntgenbild und ein kritischer Blick auf selbiges, brachte Klarheit. Der Parasit ist wieder da, treibt sein Unwesen, und führt diesmal zu anderen Symptomen als vor sechs Jahren. Die prompt eingeleitete Behandlung zeigte schon am Abend seine Wirkung. Ich habe das Gefühl, dass Samson vielleicht nicht mehr ganz 100% sicher sein wird auf seinen Füßen, aber alles ist besser, als ein Kaninchen mit schweren Lähmungserscheinungen oder kompletter Orientierungslosigkeit. Ja, diese blöde Krankheit ist kein Spaß.

Dienstag dann der nächste Hammer. Die Blutuntersuchung ergab schlechte Nierenwerte. Wieder etwas, wo sich meine Lieblingsparasit austobt. Also bekommt Samson Infusionen. Und damit er nicht jeden Tag in die Praxis muss, haben wir nun diesen schicken Infusionsbeutel zu Hause. An den schließen wir den kleinen Hoppler bis auf weiteres jeden Tag an, hoffen, dass er sich nicht allzusehr wehrt und spülen damit ordentlich seine Nieren durch. Ein bißchen aufs Futter achten wir nun auch, aber Gott sei dank hat meine Tierärztin da meine größten Ängste erstmal zerstreuen könnten.

Um die Infusion aber richtig zu lagern, brauchte es einiges an Improvisation. Die Schlaufe ist so an der Flasche befestigt, dass man die nicht einfach an einen Nagel hängen kann und trotz all meiner kaninchenärztlichen Professionalität, habe ich noch keinen Infusionsständer zu Hause. Wir haben uns mit einem Kabel geholfen. Kabel durch die Lasche ziehen, Knoten rein und dann passt es. So haben wir auch genau die Länge, die wir brauchen, damit wir das Kaninchen auch noch auf dem Boden erreichen. Alles gar nicht so einfach, vor allem wenn ich bedenke, dass ich dass am Wochenden allein machen muss, weil der Liebste sich das EM-Finale in Kiew anschaut.

Aber es wird. Und derweil ruht Samson sich aus und ignoriert die diversen Tees, die ich ihm verdünnt zur Verfügung stelle, damit er auf den Geschmack kommt und von allein mehr trinkt.

Geschrieben von Mondscheinblume am 28. Juni 2012 | Abgelegt unter Kaleidoskop | 2 Kommentare

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