Bücherstöckchen
Bei der lieben Jules gefunden, abgespeichert und neu ausgefüllt!
Taschenbuch oder gebunden?
Das ist mir eigentlich egal. Bei sehr vielen Büchern kann ich aufs Taschenbuch warten, aber wenn ich ein Buch unbedingt jetzt sofort, und am besten gestern haben muss, dann darf es auch ein Hardcover sein. Ich mag beides, und schleppe auch einen gebundenen 1000-Seiten-Wälzer jeden Tag mit mir herum um zu lesen.
Amazon oder Buchhandel?
Buchhandel, ganz klar. Bei Amazon pflege ich zwar eine Wunschliste, weil ich so ein einfaches, für jeden zugängliches Feature sonst noch nirgends gefunden habe, aber selbst habe ich dort (und auch in sonst einem Onlineshop) ewig keine Bücher mehr bestellt. Jahr für Jahr knappst der Onlinebuchhandel ein weiteres Stück vom Umsatzkuchen für sich ab, und die Buchumsätze im stationären Buchhandel gehen immer weiter zurück. Da schaufel ich mir doch mein eigenes Grab als Buchhändlerin. Ich kann auch ehrlich keinen Kollegen verstehen, der einerseits schimpft, dass wir so dünn besetzt sind, oder das Sortiment in Richtung Non-Book-Artikel umstrukturiert wird, und dann riesige Buchbestellungen über Amazon oder sonst einen Onlinebuchhandel abwickelt.
Außerdem gibt es für mich nichts schöneres, als Stunden in Buchhandlungen zu verbringen, um dort hoffnungslos zu schnöfen (nicht, dass ich mich nicht sowieso jeden Tag acht Stunden in einer solchen aufhalten würde).
Lesezeichen oder Eseslohr?
Lesezeichen. Diese netten, mit dem Gummiband dran, was man so schön ums Buch wickeln kann. Dieses ist bei meinem Lesezeichen schon arg ausgeleiert, weil es von 100 bis 1100 Seiten schon alles umwickelt hat. Aber trennen mag ich mich nicht davon.
Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Ich habe mittlerweile eine Ordnung in meinen Büchern, die allerdings je nach Lust und Laune geändert werden kann. Zwar werde nur ich dort fündig, aber das reicht ja auch. Meine Bücher sind erstmal nach Taschenbuch und Hardcover sortiert (wobei Kinder- und Jugendbücher dabei komplett außen vor bleiben). Die gebundenen Bücher sind schlicht nach Autor sortiert, die Taschenbücher sind farblich sortiert (weiß-rosa-rot-orange-gelb-grün-blau-braun-schwarz). Dann gibt es die englischen Bücher, die nach Autor sortiert sind, unabhängig vom Einband. In einem weiteren Regal befinden sich Taschenbücher von Autoren, von denen wir mehr als ein Taschenbuch besitzen. Dann gibt es noch eine Kinder- und Jugenbuchrubrik und ein Regalbrett mit Sachbüchern.
Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
In erster Linie behalte ich meine Bücher. Das hat den unübersehbaren “Nachteil”, dass wir bald wieder umziehen müssen, möchten wir unsere Bücher nicht im Badezimmer stapeln. Nein, so schlimm ist es Gott sei Dank noch nicht. In schöner Regelmäßigkeit kommt die Buchhändlerin in mir duch, und ich sortiere die Regale wieder um, und sortiere dabei Bücher aus, die ich nicht mehr brauche. Das Muttertier ist da eine dankbare Abnehmerin. Ihr obliegt dann auch die weitere Verwendung der Bücher. Ein paar Bücher, deren Rücken in früheren Zeiten Kaninchenzähnen zum Opfer gefallen sind, habe ich zwischenzeitlich aber auch im Papiermüll entsorgt. Totale Fehlgriffe, die ich auch dem Muttertier nicht mehr zumuten möchte, landen gerne auch mal bei Tauschbörsen im Internet (wobei ich ehrlich zugeben muss, dass mir der Aufwand oftmals einfach zu groß ist).
Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Bitte? Diese Frage ist doch ein Scherz. Wer wirft denn Schutzumschläge weg?
Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Ohne. Das hat den einfach Grund, dass ich das Buch in der Büchertasche jeden Tag mit mir herumtrage, und der Schutzumschlag dabei unnötig leiden würde. So bleibt er zu Hause, als Platzhalter fürs Buch im Regal, und sorgt später dafür, dass das mitgenommene Buch dank eines unversehrten Schutzumschlags wieder hübsch aussieht. Ich verleihe meine gebundenen Schätze übrigens auch nur ohne Schutzumschlag.
Kurzgeschichte oder Roman?
Lieber Roman. Ich habe da das ein oder andere Büchlein mit Kurzgeschichten, deren Kauf allerdings eher ein Versehen war. Ich habe mich auch schon dabei erwischt, dass ich beim Lesen erst im “2. Kapitel” verstanden habe, dass es sich wohl um Kurzgeschichten handelt. Ne, da sind mir Romane eindeutig lieber.
Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Eindeutig Ersteres, wenn ich denn mal im Bett lese, was selten genug der Fall ist. Meist quatschen der Liebste und ich uns im Wohnzimmer so fest, dass es zum Lesen im Bett meist schon zu spät ist. Außerdem nervt es mich, wenn ich beim neuerlichen Lesen eine Seite zurückblättern muss, weil ich im Halbschlaf eh nichts mehr richtig gelesen kriege. Dann lieber aufhören wenn man müde ist und nicht noch bis zum Kapitelende durchhalten.
„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?
Ach, je nach Stimmung finde ich beides gut. Wobei die “Es war einmal”-Bücher mich zuletzt doch eher enttäuscht haben.
Kaufen oder leihen?
Kaufen, auch wenn ich damit riskiere, Geld aus dem Fenster zu werfen, weil das Buch enttäuscht. Leihen birgt immer die Gefahr, dass aus dem Buch plötzlich doch eine Reihe wird. So ist es mir bei den Panembüchern passiert (ich habe es vorher wirklich nicht geschnallt). Den ersten leiht man sich, findet es gut, und dann? Dann muss man sich entweder die Quelle warmhalten, oder sich den zweiten kaufen. Das sieht aber im Regal doof aus, also kauft man sich den ersten auch, weil es sich doch besser macht. Ich habe das im Fall Panem anders gelöst. Den zweiten auf Englisch gelesen. Den dritten immernoch nicht. Aber so gigantomanisch gut fand ich Panem jetzt nicht, dass ich die unbedingt nochmal lesen muss und sich ein Kauf da lohnen würde. Anders bei Harry Potter. Zuerst habe ich mir alle Bücher beim kleinen Bruder ausgeliehen, die späteren habe ich mir zunächst auf englisch, dann auf deutsch selbst gekauft. Und weils so blöd aussieht im Regal, wurden nach und nach die ersten Bände auch nachgekauft, auf deutsch und auf englisch!
Das warmhalten der Quelle klappt übrigens bei den Nicholas Flamel Büchern hervorragend. Die leihe ich mir in schöner Regelmäßigkeit bei einer lieben Kollegin.
Neu oder gebraucht?
Das ergibt sich doch aus der vorherigen Frage, oder? In erster Linie neu. Es kommt mittlerweile nur noch selten vor, dass ich mir ein Buch gebraucht organisiere. Irgendwie macht sich da der Einfluss einer lieben Büchernärrin bemerkbar, die sich an dieser Stelle ruhig angesprochen fühlen darf.
Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Außer Bestsellerlisten beziehe ich alles gleichermaßen in meine Kaufentscheidung ein. Die Arbeit an der Quelle hat mir mittlerweile gezeigt, dass ich bei meinem Lesegeschmack wohl nicht massentauglich bin. Rezensionen bergen das Risiko, dass man enttäuscht wird, weil man einfach doch einen ganz anderen Geschmack hat, als der Rezensent. Stöbern hat schon den ein oder anderen Schatz hervorgebracht. Empfehlungen nehme ich gerne an, in erster Linie von Menschen, die meinen Lesegeschmack wirklich kennen.
Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Ich glaube, ich mag geschlossene Enden lieber. Cliffhanger wurden mir spätestens bei Nicholas Flame gründlich verdorben. In einem normalen Roman ist mir ein wirklich ärgerlicher Cliffhanger aber schon länger nicht mehr begegnet.
Morgens, mittags oder nachts lesen?
Morgens und abends, immer auf dem Weg zur Arbeit. Manchmal auch mittags in der Pause. Gerne an freien Tagen auf der Couch. Manchmal in trauter Zweisamkeit neben dem Liebsten auf der Couch. Ganz selten des nachts, wenn ich nicht schlafen kann.
Einzelband oder Serie?
Einzelbände. Serien findet man bei mir recht selten. Harry Potter und die Warringhamsaga bilden da die Ausnahmen. Vielleicht kommt durch meine neuentdeckte Krimiaffinität auch noch die ein oder andere Reihe aus diesem Genre dazu (von den Kluftinger-Krimis habe ich immerhin schon zwei, und auch der zweite Wallner-Krimi ist in dieser Woche bei mir eingetroffen) aber eigentlich lese, bzw. kaufe ich eher Einzelbände.
Lieblingsserie?
Mh, da kann ich ebenfalls auf die vorangegangene Frage verweisen: Harry Potter von J.K. Rowling und die Bücher um die Familie Warringham von Rebecca Gable, wobei ich von ihr auch die anderen historischen Romane besitze.
Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Nächsten Sommer von Edgar Rai. Ich habe es letztes Frühjahr (es war eigentlich mehr Winter) als Leseexemplar gelesen, und bin fest davon ausgegangen, dass es jeder lesen wird, eben weil es jeder lesen muss! Leider ist es viel zu schnell in der Masse untergegangen.
Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Nächsten Sommer von Edgar Rai und Rubinrotes Herz und Eisblaue See Morgan Callan Rogers. Wobei ich diese Frage eher in “Schönstes Buch, dass du letztes Jahr gelesen hast?” umbenennen würde. Es kommt schließlich nicht jedes Jahr ein Lieblingsbuch dazu, wäre ja schon irgendwie inflationär.
Welches Buch liest du gegenwärtig?
Committed von Elizabeth Gilbert.
Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Setzt wieder den inflationären Gebrauch von “Lieblingsbuch” voraus. Hab ich allerdings nicht. Zumindest würde mir gerade keines einfallen. Ich mag viele Bücher gleich gerne.
Lieblingsautoren?
Karen Duve, Lily Brett, Rebecca Gable, um so ein paar zu nennen, deren Bücher ich immer sofort haben muss…
Sehr lang, mittelmäßig informativ, aber Spaß hat es gemacht!















