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Bücherstöckchen

Bei der lieben Jules gefunden, abgespeichert und neu ausgefüllt!

Taschenbuch oder gebunden?
Das ist mir eigentlich egal. Bei sehr vielen Büchern kann ich aufs Taschenbuch warten, aber wenn ich ein Buch unbedingt jetzt sofort, und am besten gestern haben muss, dann darf es auch ein Hardcover sein. Ich mag beides, und schleppe auch einen gebundenen 1000-Seiten-Wälzer jeden Tag mit mir herum um zu lesen.

Amazon oder Buchhandel?
Buchhandel, ganz klar. Bei Amazon pflege ich zwar eine Wunschliste, weil ich so ein einfaches, für jeden zugängliches Feature sonst noch nirgends gefunden habe, aber selbst habe ich dort (und auch in sonst einem Onlineshop) ewig keine Bücher mehr bestellt. Jahr für Jahr knappst der Onlinebuchhandel ein weiteres Stück vom Umsatzkuchen für sich ab, und die Buchumsätze im stationären Buchhandel gehen immer weiter zurück. Da schaufel ich mir doch mein eigenes Grab als Buchhändlerin. Ich kann auch ehrlich keinen Kollegen verstehen, der einerseits schimpft, dass wir so dünn besetzt sind, oder das Sortiment in Richtung Non-Book-Artikel umstrukturiert wird, und dann riesige Buchbestellungen über Amazon oder sonst einen Onlinebuchhandel abwickelt.
Außerdem gibt es für mich nichts schöneres, als Stunden in Buchhandlungen zu verbringen, um dort hoffnungslos zu schnöfen (nicht, dass ich mich nicht sowieso jeden Tag acht Stunden in einer solchen aufhalten würde).

Lesezeichen oder Eseslohr?
Lesezeichen. Diese netten, mit dem Gummiband dran, was man so schön ums Buch wickeln kann. Dieses ist bei meinem Lesezeichen schon arg ausgeleiert, weil es von 100 bis 1100 Seiten schon alles umwickelt hat. Aber trennen mag ich mich nicht davon.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Ich habe mittlerweile eine Ordnung in meinen Büchern, die allerdings je nach Lust und Laune geändert werden kann. Zwar werde nur ich dort fündig, aber das reicht ja auch. Meine Bücher sind erstmal nach Taschenbuch und Hardcover sortiert (wobei Kinder- und Jugendbücher dabei komplett außen vor bleiben). Die gebundenen Bücher sind schlicht nach Autor sortiert, die Taschenbücher sind farblich sortiert (weiß-rosa-rot-orange-gelb-grün-blau-braun-schwarz). Dann gibt es die englischen Bücher, die nach Autor sortiert sind, unabhängig vom Einband. In einem weiteren Regal befinden sich Taschenbücher von Autoren, von denen wir mehr als ein Taschenbuch besitzen. Dann gibt es noch eine Kinder- und Jugenbuchrubrik und ein Regalbrett mit Sachbüchern.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
In erster Linie behalte ich meine Bücher. Das hat den unübersehbaren “Nachteil”, dass wir bald wieder umziehen müssen, möchten wir unsere Bücher nicht im Badezimmer stapeln. Nein, so schlimm ist es Gott sei Dank noch nicht. In schöner Regelmäßigkeit kommt die Buchhändlerin in mir duch, und ich sortiere die Regale wieder um, und sortiere dabei Bücher aus, die ich nicht mehr brauche. Das Muttertier ist da eine dankbare Abnehmerin. Ihr obliegt dann auch die weitere Verwendung der Bücher. Ein paar Bücher, deren Rücken in früheren Zeiten Kaninchenzähnen zum Opfer gefallen sind, habe ich zwischenzeitlich aber auch im Papiermüll entsorgt. Totale Fehlgriffe, die ich auch dem Muttertier nicht mehr zumuten möchte, landen gerne auch mal bei Tauschbörsen im Internet (wobei ich ehrlich zugeben muss, dass mir der Aufwand oftmals einfach zu groß ist).

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Bitte? Diese Frage ist doch ein Scherz. Wer wirft denn Schutzumschläge weg?

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Ohne. Das hat den einfach Grund, dass ich das Buch in der Büchertasche jeden Tag mit mir herumtrage, und der Schutzumschlag dabei unnötig leiden würde. So bleibt er zu Hause, als Platzhalter fürs Buch im Regal, und sorgt später dafür, dass das mitgenommene Buch dank eines unversehrten Schutzumschlags wieder hübsch aussieht. Ich verleihe meine gebundenen Schätze übrigens auch nur ohne Schutzumschlag.

Kurzgeschichte oder Roman?
Lieber Roman. Ich habe da das ein oder andere Büchlein mit Kurzgeschichten, deren Kauf allerdings eher ein Versehen war. Ich habe mich auch schon dabei erwischt, dass ich beim Lesen erst im “2. Kapitel” verstanden habe, dass es sich wohl um Kurzgeschichten handelt. Ne, da sind mir Romane eindeutig lieber.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Eindeutig Ersteres, wenn ich denn mal im Bett lese, was selten genug der Fall ist. Meist quatschen der Liebste und ich uns im Wohnzimmer so fest, dass es zum Lesen im Bett meist schon zu spät ist. Außerdem nervt es mich, wenn ich beim neuerlichen Lesen eine Seite zurückblättern muss, weil ich im Halbschlaf eh nichts mehr richtig gelesen kriege. Dann lieber aufhören wenn man müde ist und nicht noch bis zum Kapitelende durchhalten.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?
Ach, je nach Stimmung finde ich beides gut. Wobei die “Es war einmal”-Bücher mich zuletzt doch eher enttäuscht haben.

Kaufen oder leihen?
Kaufen, auch wenn ich damit riskiere, Geld aus dem Fenster zu werfen, weil das Buch enttäuscht. Leihen birgt immer die Gefahr, dass aus dem Buch plötzlich doch eine Reihe wird. So ist es mir bei den Panembüchern passiert (ich habe es vorher wirklich nicht geschnallt). Den ersten leiht man sich, findet es gut, und dann? Dann muss man sich entweder die Quelle warmhalten, oder sich den zweiten kaufen. Das sieht aber im Regal doof aus, also kauft man sich den ersten auch, weil es sich doch besser macht. Ich habe das im Fall Panem anders gelöst. Den zweiten auf Englisch gelesen. Den dritten immernoch nicht. Aber so gigantomanisch gut fand ich Panem jetzt nicht, dass ich die unbedingt nochmal lesen muss und sich ein Kauf da lohnen würde. Anders bei Harry Potter. Zuerst habe ich mir alle Bücher beim kleinen Bruder ausgeliehen, die späteren habe ich mir zunächst auf englisch, dann auf deutsch selbst gekauft. Und weils so blöd aussieht im Regal, wurden nach und nach die ersten Bände auch nachgekauft, auf deutsch und auf englisch!
Das warmhalten der Quelle klappt übrigens bei den Nicholas Flamel Büchern hervorragend. Die leihe ich mir in schöner Regelmäßigkeit bei einer lieben Kollegin.

Neu oder gebraucht?
Das ergibt sich doch aus der vorherigen Frage, oder? In erster Linie neu. Es kommt mittlerweile nur noch selten vor, dass ich mir ein Buch gebraucht organisiere. Irgendwie macht sich da der Einfluss einer lieben Büchernärrin bemerkbar, die sich an dieser Stelle ruhig angesprochen fühlen darf.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Außer Bestsellerlisten beziehe ich alles gleichermaßen in meine Kaufentscheidung ein. Die Arbeit an der Quelle hat mir mittlerweile gezeigt, dass ich bei meinem Lesegeschmack wohl nicht massentauglich bin. Rezensionen bergen das Risiko, dass man enttäuscht wird, weil man einfach doch einen ganz anderen Geschmack hat, als der Rezensent. Stöbern hat schon den ein oder anderen Schatz hervorgebracht. Empfehlungen nehme ich gerne an, in erster Linie von Menschen, die meinen Lesegeschmack wirklich kennen.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Ich glaube, ich mag geschlossene Enden lieber. Cliffhanger wurden mir spätestens bei Nicholas Flame gründlich verdorben. In einem normalen Roman ist mir ein wirklich ärgerlicher Cliffhanger aber schon länger nicht mehr begegnet.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Morgens und abends, immer auf dem Weg zur Arbeit. Manchmal auch mittags in der Pause. Gerne an freien Tagen auf der Couch. Manchmal in trauter Zweisamkeit neben dem Liebsten auf der Couch. Ganz selten des nachts, wenn ich nicht schlafen kann.

Einzelband oder Serie?
Einzelbände. Serien findet man bei mir recht selten. Harry Potter und die Warringhamsaga bilden da die Ausnahmen. Vielleicht kommt durch meine neuentdeckte Krimiaffinität auch noch die ein oder andere Reihe aus diesem Genre dazu (von den Kluftinger-Krimis habe ich immerhin schon zwei, und auch der zweite Wallner-Krimi ist in dieser Woche bei mir eingetroffen) aber eigentlich lese, bzw. kaufe ich eher Einzelbände.

Lieblingsserie?
Mh, da kann ich ebenfalls auf die vorangegangene Frage verweisen: Harry Potter von J.K. Rowling und die Bücher um die Familie Warringham von Rebecca Gable, wobei ich von ihr auch die anderen historischen Romane besitze.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Nächsten Sommer von Edgar Rai. Ich habe es letztes Frühjahr (es war eigentlich mehr Winter) als Leseexemplar gelesen, und bin fest davon ausgegangen, dass es jeder lesen wird, eben weil es jeder lesen muss! Leider ist es viel zu schnell in der Masse untergegangen.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Nächsten Sommer von Edgar Rai und Rubinrotes Herz und Eisblaue See Morgan Callan Rogers. Wobei ich diese Frage eher in “Schönstes Buch, dass du letztes Jahr gelesen hast?” umbenennen würde. Es kommt schließlich nicht jedes Jahr ein Lieblingsbuch dazu, wäre ja schon irgendwie inflationär.

Welches Buch liest du gegenwärtig?
Committed von Elizabeth Gilbert.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Setzt wieder den inflationären Gebrauch von “Lieblingsbuch” voraus. Hab ich allerdings nicht. Zumindest würde mir gerade keines einfallen. Ich mag viele Bücher gleich gerne.

Lieblingsautoren?
Karen Duve, Lily Brett, Rebecca Gable, um so ein paar zu nennen, deren Bücher ich immer sofort haben muss…

Sehr lang, mittelmäßig informativ, aber Spaß hat es gemacht!

Geschrieben von Mondscheinblume am 20. Februar 2011 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | Kommentare deaktiviert

Englisch lesen

Ich habe mir schon vor längerer Zeit vorgenommen, mehr englische Bücher zu lesen. Jetzt habe ich das endlich in Angriff genommen.
Die Bücher, die ich auf englisch besitzte, beschränken sich (neben einigen Büchern, die ich in der Absicht gekauft habe, doch endlich mal mehr englisch zu lesen) auf die englischen Harry Potters, die ich alle in deutsch und in englisch habe. Nach dem Erscheinen habe ich immer auch die deutschen Ausgaben gelesen, damit ich sichergehen konnte, wirklich alles zu verstehen. Dieses Backup soll diesmal aber wegfallen.

Ich bin, was das englisch lesen angeht, sehr unerfahren. Der Liebste liest bspw. gnadenlos alles auf englisch, einfach weil er es fließend spricht, und die Originalausgaben im Ausland dann auch häufig billiger sind, als die deutschen Übersetzungen im Hardcover. Eine Kollegin liest ebenfalls viel englisch, vor allem bei Reihen, wo sie nicht auf die Übersetzung warten will. Aber auch viele einzelne Romane sind dazwischen. Sie habe ich mir ein bißchen zum Vorbild genommen, und mich von ihr mal in Sachen “leicht zu lesende englische Romane” beraten lassen. Was in der Übersetzung leicht daherkommt, kann ja im Original auch zu versehen sein. So habe ich mir diese drei Büchleich gekauft. Und mich tatsächlich dazu durchringen können, eines davon jetzt zu lesen: Committed von Elizabeth Gilbert.

Liz Gilbert macht auch ihren Büchern ja gerne halbe Sachbücher, und es sind viele Begriffe und Formulierungen dabei, die ich mit meinem Schulenglisch nicht verstehe. Zumal ich ein schönes britisches Englisch gelernt habe, und kein amerikanisches Englisch. Ich habe die Harry Potters bisher immer mit der Einstellung gelesen, dass man nicht jedes Wort verstehen muss. Der Gesamtzusammenhang erschließt sich einem auch so. Damit bin ich bei Harry Potter gut gefahren, bei Committed sieht das schon anders aus. So habe ich also gestern mit dem alten Schulwörterbuch auf der Couch gelegen und habe es immermal wieder zu Rate gezogen. Vor allem wenn ich in einem Satz 3/4 der Worte nicht kannte. So hat sich mein Englischwortschatz gestern schon beachtlich erweitert. Allerdings nimmt das auch richtig Zeit in Anspruch. 30 Seiten in zwei Stunden ist mal echt lahm, obwohl ich stellenweise das Gefühl hatte, nur so durch den Text zu fliegen. Wieder sowas, was ich nicht verstehe. Stellenweise kann man Seite um Seite lesen, und versteht alles, und dann kommt ein Abschnitt, bei dem ich mehr im Wörterbuch als im Roman lese. Mein Überlegung, mir ein kleines Englischwörterbuch für unterwegs zu kaufen, hat sich gestern abend dann auch erübrigt. Denn schon in dem großen Wälzer steht längst nicht alles drin, wie soll es sich da erst bei der kleinen Ausgabe verhalten?

Wie lest ihr englische Bücher? Mit dem Wörtbuch daneben? Oder pfeift ihr darauf, alles gut zu verstehen? Oder versteht ihr den Text auch super ohne Wörterbuch? Wieviel englische Bücher muss man lesen, um so weit zu kommen? Könnt ihr leicht zu lesende englische Bücher empfehlen? Es müssen dabei keine Freche-Frauen-Romane sein (ist ja eigentlich ein Genre was sich bei mir sonst auch nicht so findet).

Geschrieben von Mondscheinblume am 16. Februar 2011 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | 4 Kommentare

Premiere

Hach, habe ich gestern abend aufgejieckst, als ich nach Hause kam und den großen, wattierten Umschlag sah, der da auf mich wartete. Ein Leseexemplar, extra für mich. Das Besondere: es ist mein erstes, mein allererstes Leseexemplar, nur für mich allein. Eines, dass ich über unsere Taschenbuchkollegin beim Verlag angefragt hatte. Und ich habe es bekommen. Das war mir ein Foto wert!

Keine Sorge, es wird hier nicht, wie in anderen Bücherblogs üblich, einen meterlangen Eintrag über jedes Leseexemplar geben, was eintrudelt. Aber über das erste. Das lasse ich mir nicht nehmen. Ich darf das. Ich bin Buchhändlerin!

Geschrieben von Mondscheinblume am 11. Februar 2011 | Abgelegt unter Buchhandelswelt,Mein Bücherregal | 3 Kommentare

Ich hab nix zu lesen

Nein, eigentlich ist das nicht ganz wahr. Ich habe schon eine Menge zu lesen, allerdings passt mir gerade nichts so recht in den Kram. Die letzten 30 Seiten vom Nicholas Flamel lese ich gleich nach meiner Mittagspause noch rasch zu Ende, aber dann stehe ich vor der großen Frage, was ich als nächstes lesen soll.

Eigentlich dachte ich, dass ich unbedingt von Lilach Mer Der siebte Schwan lesen muss. Ein Buch, dem ich schon länger entgegenhibbel und welches ich jetzt von meinem Arbeitskollegen ausgeliehen bekommen habe. Aber ob ich nach Nicholas Flamel schon wieder Lust auf Fantasy habe, noch dazu wenn es ebenfalls um eine Menge Sagengeschichten- und Figuren geht, weiß ich nicht so recht. Alternativ hätte ich Lust auf So unselig schön, ein Krimi von Inge Löhnig, ebenfalls von einer Kollegin ausgeliehen. Krimi wäre ja mal wieder nicht schlecht, zumal es ein aktueller ist. Wäre was, das man im besten Fall auch Kunden empfehlen kann. Und ganz neu geschossen: Magriet de Moors Der Maler und das Mädchen. Ein Geschenk von einer Kollegin, die es als Leseexemplar vom Verlag bekommen hatte, damit aber nichts anfangen konnte. Erinnert so unglaublich an Das Mädchen mit dem Perlenohrring, und das fand ich ja schon toll. Und dann, seit einer gefühlten Ewigkeit in der Pipeline: Das Spiel der Könige von Rebecca Gable, der wohl doch nicht letzte Teil der Warringham Sage, wie ich jetzt irgendwo mal mitbekommen habe.

Das sind so die Kandidaten in der engeren Auswahl. Und ich kann mich nicht entscheiden. Puh, wenn man den Liebsten braucht, ist er nicht da.

edit: Ich habe mich entscheiden können. Es is dann doch Der siebte Schwan geworden. Die erste Seite hat mich sofort gepackt und macht Lust auf mehr. Verspricht ein ganz anderes Kaliber zu sein, als der gute Nicholas.

Geschrieben von Mondscheinblume am 2. Februar 2011 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | 4 Kommentare

Buchkaufrausch

Am Mittwoch habe ich mir die Erlaubnis gegeben, hemmungslos Bücher zu shoppen. Ja, ja, ich weiß was manch einer sagen wird. Ist doch bescheuert, wo man an der Quelle sitzt, auch noch an seinem freien Tag loszuziehen, und sich mit Büchern zu umgeben. Noch dazu, wo man in der arbeitgebenden Buchhandlung Personalrabatt bekommt, und diesen bei der kleinen Konkurrenz nicht hat. Aber manchmal brauche ich das. Bei der Arbeit komme ich mir häufig vor, als wandele ich durch eine Oase in der Wüste. Wasser, wohin das Auge reicht, und nichts zu trinken. Da sind Bücher manchmal eben nicht mehr als Gegenstände, die man verräumt und verkauft. Natürlich kann ich mir dort immer ein Buch mitnehmen, wenn es mir gefällt.  Aber es geht eben nichts über einen Nachmittag den man zum Großteil in einer Buchhandlung verbringt. Bücher gucken, aus dem Regal nehmen, das Cover bewundern, über den Buchrücken streichen. Wahllos eine Seite im Buch aufschlagen, und sich in den Worten verlieren. Die Sätze auf sich wirken lassen und schauen, ob das was sein könnte, mit dem man sich die Zeit vertreibt. Sich einfach mit den vielen Geschichten umgeben, die da erzählt werden. Eine große Vorauswahl treffen, um am Ende die Qual der Wahl zu haben, welches Buch es jetzt wirklich wert ist, mitgenommen zu werden, und welches man auf das nächste Mal vertrösten muss. Hier meine Auswahl:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie der belletristisch interessierte Leser enttäuscht feststellen wird, sind drei der sieben Titel Sachbücher, wobei eines davon für den Liebsten gedacht ist. Den Walter Moers brauchte ich unbedingt, weil ich doch Die Stadt der träumenden Bücher so toll fand. Drood ist eines der wenigen Bücher, um die ich bei der Arbeit schon immer herumschleiche, und an die ich mich bei meinem Büchereinkaufsbummel auch noch erinnern konnte. Ähnlich verhält es sich mit den Dienstagsfrauen. Bei dem Nicholas Barreau könnte man meinen, dass ich aus meinen “Fehlern” nicht schlau werde. David Nicholls im Fernsehen hochgelobtes Zwei an einem Tag habe ich immernoch nicht gelesen, weil ich Doof natürlich vorher was anderes von ihm lesen wollte, nämlich Ewig Zweiter. Dies hat mich allerdings so gelangweilt, dass ich um seinen Bestseller immernoch einen großen Bogen mache. Ich hoffe, dass dem Barreau und mir ein anderes Schicksal beschieden ist, möchte ich doch Das Lächeln der Frauen eigentlich auch gerne noch lesen. Der Ernst des Lebens war ein Spontankauf, ebenso Woran glaubt ein Atheist?, eine kleine Bekräftigung meines Vorsatzes, in diesem Jahr auch mal das ein oder andere nicht-belltristische Buch zu lesen. Ranga Yogeshwars Sonst noch Fragen? gehört ebenfalls in die Kategorie der Bücher, um die ich bei der Arbeit schon länger drumrum geschlichen bin. Ein nettes Buch um es zwischendurch mal in die Hand zu nehmen. Jürgen von der Lippe hätte es wohl “Klolektüre” genannt (nein, ich nehme die Bücher nicht mit dorthin).

Geschrieben von Mondscheinblume am 23. Januar 2011 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | 3 Kommentare

Endlich

Fast zwei Wochen habe ich an diesem knapp 800 Seiten starken Fantasy Schinken Das Lied der Dunkelheit rumgelesen. Die letzten hundert Seiten kamen mir zäh und lang vor, obwohl der Inhalt spannend war und sich ein tolles Finale abzeichnete. Aber mittlerweile wurde ich doch ungeduldig und ich wollte unbedingt bald ein neues Buch anfangen. Das Buch an sich war gar nicht mal soo schlecht, auch wenn ich die Euphorie mancher Arbeitskollegen nicht nachvollziehen kann, die ungeduldig den zweiten Band erwarteten. Den werde ich sicherlich nicht lesen. Nette Geschichte aber mehr dann auch nicht. Und da der zweite Teil noch kämpferischer daherkommt als der erste und einen Teil des ersten Buchs aufgreift, den ich mit am langweiligsten und uninteressantesten fand, reizt mich an dem zweiten Teil nicht allzuviel.

Jetzt geht es weiter mit Experimenten. Das Leseexemplar von Tana Frenchs neuem Buch Sterbenskalt habe ich mir letzte Woche schon gesichert. Und meine Kollegin versicherte mir, dass das Buch recht unblutig daher kommt, so dass auch ich es lesen könne. Na denn.

Geschrieben von Mondscheinblume am 1. Dezember 2010 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | Kommentare deaktiviert

Es geht doch

Schön, dass mich mein Gefühl nicht trügt. Kaum habe ich das bevorzugte Genre gewechselt, klappt es auch mit dem Marathonlesen wieder. Mordshunger, gestern begonnen, habe ich soeben zu Ende gelesen. Zum einen weil es ein echt guter, leicht zu lesender Krimi ist, zum anderen weil ich heute auf dem Weg zum Arzt und im Wartezimmer genug Zeit hatte zu lesen. Hinzu kommt, dass ich außerdem nicht viel anderes machen kann. Die rechte Hand kann ich, dank Entzündung erstmal nicht gebrauchen, und so fallen alle anderen Dinge, die ich sonst an meinem freien Tag erledigen könnte, erstmal flach. Bleibt die Frage, was ich als nächstes lese. Eigentlich hätte ich noch den ein oder anderen Krimi zur Auswahl. Aber aus meinen letzten Fehlern habe ich ja gelernt, und so fische ich mir ein paar dicke Fantasy-Wälzer aus dem Regal und habe nun die Qual der Wahl.

Geschrieben von Mondscheinblume am 17. November 2010 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | 1 Kommentar

Kein Glück

Mein zuletzt glückliches Händchen mit Neuerscheinungen aus unserem Regal mit den Leseexemplaren, hat mich verlassen. Nach 30, bzw. 15 Seiten brach ich die letzten beiden Bücher ab. Das ganze Wochenende habe ich nicht wirklich gelesen, und die Rückfahrt nach Hause heute abend gänzlich ohne Buch verbracht. Wenn also das zuletzt altbewährte Schema nicht mehr greift, greife ich einfach zu einer neuen Taktik. Und nach meiner heutigen Krimischulung, darf es dann auch mal ruhig ein Krimi sein. Vorzugsweise kein neuer, sondern ein alter.

Geschrieben von Mondscheinblume am 15. November 2010 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | 3 Kommentare

Das Elend mit Literaturverfilmungen

Ich hätte es wissen müssen. Schließlich lese ich nicht erst seit gestern. Und auch Filme sind mir nicht neu. Dass selten etwas Gutes dabei herauskommt, wenn jemand versucht einen Romanstoff auf die Leinwand zu bringen, weiß ich also, habe ich schon häufig genug erfahren dürfen.
Gestern habe ich es gleich zweimal zu spüren bekommt. Wobei mich ein Film im negativen Sinne doch sehr überrascht hat, der andere hat Befürchtungen nur bestätigt.

Gestern Nachmittag lud mich Beim Leben meiner Schwester ein, mir endlich die Verfilmung anzuschauen. Ein ganz tolles Buch, bei dem ich am Ende herzzerreißend geheult habe. Ich habe mich oft gefragt, wie man die Geschichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, und immer wieder mit Rückblenden spielt, als Film aufbereiten will. Aber ich muss ehrlich sagen, dass das gar nicht so schlecht gemacht war. Zumindest für mein laienhaftes Filmguckerauge. Manche mögen das anders sehen. Insofern war der Film gar nicht mal schlecht, wenn er auch nicht an das Buch heranreicht. Aber was da mit dem Ende veranstaltet wurde, dass hat mir den Schreck in alle Glieder fahren lassen. Dieses Ende, was mich, als ich das Buch zugeklappt habe, so beeindruckt hat. Es hat mich die ganze Geschichte nochmal Revue passieren lassen, hat mich nachdenklich gemacht. Und es macht für mich sehr viel vom Buch aus. Und was passiert mit diesem tollen Ende im Film? Es wird für Hollywood ein wenig aufgehübscht und total auf links gekrempelt und ist im Film ein ganz anderes als im Buch. Ich wusste es vorher nicht, und habe mich nachher doch fast ein wenig betrogen gefühlt.

Gestern Abend war ich mit A. dann im Film Eat Pray Love. Ich hatte das Buch schon eine Ewigkeit im Regal stehen, und als ich dann hörte, dass dazu eine Verfilmung kommt, habe ich es endlich auch gelesen. Ein tolles Buch. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber ich fand es toll. Mal was anderes. Da die Protagonistin sehr viel über ihr Leben und die Liebe nachdenkt, sehr viel meditiert und spirituelle Erfahrungen macht, habe ich mir von vornherein gedacht, dass die Umsetzung als Film sicherlich schwierig wird. Und die Kritiken zum Film waren auch stets durchwachsen. Dass viel aus dem Off kommentiert wurde, habe ich dabei als gar nicht so störend empfunden. Aber der Film hatte viele Längen, die mir beim Lesen des Buchs gar nicht in Erinnerung geblieben sind. Andererseits gab es viele kleine Stellen im Buch, die ich wunderbar und beeindruckend und einfach nur toll fand, die im Film dann komplett fehlten. Schlussendlich lag der eher fade Beigeschmack den der Film dann hinterlassen hat, wohl daran, dass es eben kaum möglich ist, diesen inneren Monolog der Liz, der das Buch beherrscht, ohne Verlust für den Film zu verarbeiten. Es war ein netter Versuch, aber leider ist er nicht richtig geglückt. Wie so oft.

Da frage ich mich schon, ob ich nicht erleichtert sein soll, dass die Verfilmung von Cormac Mc Carthys The road, der am Donnerstag in den Kinos anlaufen soll, in Düsseldorf erstmal gar nicht gezeigt wird. Nur ein winzig kleines Programmkino hat sich dieses Films angenommen und zeigt ihn heute, wo sowohl ich, als auch der Liebste keine Zeit haben.

Geschrieben von Mondscheinblume am 5. Oktober 2010 | Abgelegt unter Gedachtes,Mein Bücherregal | 1 Kommentar

Bücherberge

In der vergangenen Woche habe ich meinen Vorsatz, weniger Bücher zu kaufen über den Haufen geschmissen. Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen erst wenn ich zwei Bücher gelesen habe, ein neues zu kaufen. Das klappte ganz gut, bis zur letzten Woche.

Zunächst liefen mir einige wirklich gute Taschenbücher in Form von preisreduzierten Mängelexemplaren über den Weg.  Nicht nur das zur Zeit gelesene Der Barde, sondern auch die zweite Ariana Franklin, der erste Teil von Trudy Canavans Trilogie Das Zeitalter der Fünf, sowie einige Bücher, die ganz nett zu sein scheinen, die man sich aber sonst nie gekauft hätte. Also kam ich nach meinem letzten Arbeitstag mit einer dicken Büchertasche nach Hause gestiefelt.

Am Sonntag, verkaufsoffener Sonntag im Nachbarstadtteil, der natürlich auch eine hübsche Buchhandlung beherbergt, dann die nächste Versuchung. Aber hier habe ich sogar eine Ausrede. Die Buchhandlung warb in den Tagen zuvor damit, dass sie an diesem Sonntag, gebrauchte Taschenbücher “ankauft”. Pro Taschenbuch bekam man einen 1Euro-Gutschein für die Buchhandlung. Pro Person durften max. 20 Bücher abgegeben werden. Der Liebste und ich konnten uns von 12 Taschenbüchern trennen (sehr günstig, da Tauschticket ja demnächst eine Tauschgebühr erhebt und ich so alle ungeliebten Taschenbücher loswerden konnte, ohne für jedes zur Post düsen zu müssen). Es gab einen riesigen Ansturm, und so wie ich das sehe, was ich wohl die einzige, die keinen 20Euro-Gutschein bekommen hat. Meinen Gutschein musste ich natürlich sofort reinvestieren.

Verlangen nach Drachen war ein absoluter Spontankauf, genauso wie Halleluja. Der zweite Klufti Krimi musste sein, nachdem mich Milchgeld schon so herrlich amüsiert hat. Und mit Gargoyle habe ich auch schon länger geliebäugelt. Ein rundum gelungenes Büchershopping. Hach!

Geschrieben von Mondscheinblume am 29. September 2010 | Abgelegt unter Mein Bücherregal | 5 Kommentare

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