Blogger goes Fastenzeit – Mein 9. Tag

Als ich den Beitrag bei der Wissensagentur las um zu erfahren, was mich als nächstes erwartet, war ich schon ein bißchen enttäuscht: Werkzeug? Och, das ist doch langweilig. Ich hätte lieber etwas weltbewegendes wie in der vergangenen Woche gehabt, stattdessen soll ich Werkzeug sortieren? Der Kommentar des Liebsten dazu war, dass ich da gar nichts auszusortieren habe, weil wir ja eh kaum Werkzeug besitzen. Recht hat er!

Der Liebste und ich, wir haben zwei linke Hände. Wir sind da nicht sonderlich begabt und wenn es gilt, einen Nagel in die Wand zu hauen, oder ein Billy Regal aufzubauen bekleckern wir uns beide nicht mit Ruhm. Demensprechend sieht unser Werkzeug aus. Unseren ersten Satz Schraubendreher haben wir bei Penny gekauft als wir zusammengezogen sind. Dementsprechend lange haben sie gehalten. Unser Akkuschrauber ist von Tchibo und ich habe hier immernoch zwei Regale stehen, die darauf warten an die Wand angebracht zu werden. Aber so recht trauen wir uns nicht ran, denn wir wüssten nicht einmal welche Schrauben, geschweigedenn welche Dübel man da so nehmen müsste. Ne, Handwerk ist nicht unsere Szene.

Trotzdem besitzen wir seit einigen Jahren einen Werkzeugkasten. Nachdem wir, natürlich nur mit tatkräftiger und fachkundiger Hilfe von Freunden und Familie, in der alten Wohnung eine Küche eingebaut und Laminat verlegt, sowie diverse Möbel für den Umzug auseinander- und wieder zusammengebaut haben, hat sich bei uns auch einiges an handwerklichem Krimskrams angesammelt, der nun in einem Werkzeugkausten wohnt.

Da ich mich aber mit schnödem Werkzeugkastenaus- und wieder einräumen nicht begnügen wollte, habe ich mir einen Korb geschnappt und habe in jeden Schrank geguckt auf der Suche nach einem Werkzeug o.ä. was ich gleich mit aufräumen kann. Es kam nicht viel zusammen, aber das machte ja erstmal nichts.

Im Wohnzimmer habe ich den Inhalt des Werkzeugkastens einzeln herausgenommen und bei jedem Teil entschieden, ob wir es behalten oder wegschmeißen. Viel habe ich nicht entsorgt, nur ein paar krumme Nägel, abgebrochene Hacken, einen Schraubendreher und so ein Dings, dessen Namen ich nicht kenne. Außerdem ist das meiste aus einer “Heimwerkerbox” die ich vor einer dreiviertel Ewigkeit mal im Aldi gekauft habe, in den Müll gewandert. Das Zeug habe ich noch nie genutzt und werde es wohl auch in Zukunft nicht brauchen. Die Werkzeugkiste habe ich dann so gepackt, dass auch das, was vorher nicht drin war, reinpasst. Nun haben wir, außer einem Zollstock und unserer Akkuschraubmaschine alles in dem Werkzeugkasten.

Ich muss sagen, richtig erfüllt hat mich dieser Teil nicht, aber es bringt mich meinem großen Ziel, den Einbauschrank auszumisten einen Schritt näher. Ich wollte diesen Teil aber unbedingt auch machen, einfach um mich aufzuraffen, um auch mal was ungeliebtes anzugehen, etwas das mich sonst eigentlich nicht interessiert. Und ein bißchen was bin ich dabei ja auch losgeworden.

Der Werkzeugkasten vor der Aktion:

Der gesamte, behaltenswerte Inhalt schön aufgereiht (allerdings durften nur drei von sieben Ikea-Schlüsseln – ganz rechts – in den neu eingeräumten Werkzeugkasten ziehen):

Das kann weg: krumme Nägel, die Haushaltsbox aus dem Aldi, diverse Verpackungen und Tütchen, deren Inhalt nun in einer neuen kleinen Box liegen (2. Foto ganz links), ein alter Zollstock (einer reicht und dieser ist doch wirklich nicht mehr schön), ein Schraubendreher und eine Packung mit winzigkleinen Nägeln die man braucht um Fußleisten anzunageln (Wann mache ich das in nächster Zeit? Richtig! Gar nicht.)

Geschrieben von Mondscheinblume am 28. März 2012 | Abgelegt unter Bloggerwelt,Kaleidoskop | 2 Kommentare

2 Kommentare zu “Blogger goes Fastenzeit – Mein 9. Tag”

  1. Alexandra Graßleram 28. März 2012 um 17:43 Link zum Kommentar

    Wie immer herrlich zu lesen! Und das Werkzeug ist wahrscheinlich bei vielen (Frauen) ein Bereich, in dem es nicht besonders aufregend ist, irgendwas zu räumen. Daher umso schöner, es trotzdem als unliebsame Aufgabe angegangen zu sein und doch was entsorgen zu können.

  2. Mondscheinblumeam 30. März 2012 um 09:20 Link zum Kommentar

    Danke für das Kompliment. Ja, unliebsam war es, aber ach, ich bin so glücklich. Nicht mal wegen der paar Tütchen und krummen Nägeln, die ich jetzt los bin, sondern wegen des tollen Gefühls sich aufgerafft und den inneren Schweinehund überwunden zu haben!